Für ä tüüfä, gsundä Schlaf

Wer erinnert sich an die Matratzen-Werbung? ­
Schlafprobleme: ein einfach zu lösendes Problem mit
dem richtigen Bett. Ist es wirklich so einfach?

Dazu meint die Bibel (Psalm 4,9): «Ich liege und schlafe ganz in Frieden, denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne.» Wenn wir diese Weisung persönlich auf uns beziehen, klappt es bestimmt mit einem erholsamen Schlaf. So möchte man meinen. Leider funktioniert das nicht immer so bilderbuchmässig. Und an der Bico-Matratze für den tiefen Schlaf kann es auch nicht nur liegen. Warum nur finde ich zum gewünschten Zeitpunkt keinen Schlaf? Wieso erwache ich nach ein paar Stunden schon wieder?

Ursache und Wirkung
Ein- und Durchschlafstörungen beschäftigten mich in den letzten Jahren häufig. Zuerst einmal, weil ich mich in den Wechseljahren befand und unter nächtlichen Schweissausbrüchen litt. Durch die Einnahme pflanzlicher Heilmittel normalisierte sich mein Schlafrhythmus wesentlich. Somit sollte das, was medizinisch kuriert werden kann, auch entsprechend behandelt werden. Wer zum Beispiel unter Schmerzen leidet, kann den Schlaf nicht finden. Dann gehört es zum Alltag in der Pflege, dass auch in der Nacht gearbeitet wird. Hier kommt der Schlafrhythmus berufsbedingt durcheinander. Dass diese Unregelmässigkeiten von Schlafstörungen begleitet werden können, ist eigentlich ganz normal. Sicher kennen auch Sie weitere normale Schlafstörungen. Zum Beispiel die Vorfreude auf ein wichtiges Ereignis, schlechte Träume oder Angst vor irgendetwas.

Geteiltes Leid
Während meiner Arbeit begegne ich vielen, die mit dem Schlaf kämpfen. Deshalb möchte ich ein paar Tipps für einen gesunden Schlaf weitergeben. Die ersten zwei finden sich in der Bibel, da steht in ­Epheser 4,26: «...lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.» Wir sollen folglich vor dem Zubettgehen alle Missstimmigkeiten bereinigen. Das wende ich selber mit gutem Erfolg an. In Matthäus 6,12 steht: «...und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern...» Beide ­Bibelworte sind sehr wertvoll. Weitere Ratschläge, eher allgemeiner Art, sind folgende:

> gute Klimaverhältnisse schaffen (Lüften und Frischluftzufuhr)
> einen Spaziergang unternehmen
> ein angepasstes Bett
> störende Geräusche beheben (Ohrenstöpsel benützen)
> keine grossen körperlichen Anstrengungen vor dem Zubettgehen tätigen
> abends keine üppigen Mahlzeiten, keine koffein- und teeinhaltigen
> Getränke konsumieren; auch Alkohol kann den Schlaf stören
> abends eine Tasse warme Milch mit einem Kaffeelöffel Honig trinken
> (bewährt sich bei Kindern)
> Regelmässigkeit und Rituale, z.B. beruhigende Musik hören, lesen,
> Schlaftee trinken
> Gebet, nach oben stehendem Vers: alle Ängste vor der Nacht abgeben
> ein warmes Bad geniessen
> Licht ausschalten, Storen oder Fensterläden ­zuschliessen
> Elektrosmog ausschalten (Computer, Radio oder Funkwecker,
> schnurlose Telefone)
> Gedankenkontrolle: ich muss nichts und darf so lange wie möglich
> ausruhen

Nun wünsche ich allen Schlafgestörten einen tiefen, erquickenden Schlaf!
    
Elisabeth Hirschi
Pflegefachfrau